Der Marketingpreis „Best Brands“ unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Marketingpreisen: Dieser basiert nicht auf der subjektiven Meinung einer Jury, sondern auf einer Studie, die tausende von Konsumenten berücksichtigt. Dabei spielen zwei Kriterien eine wichtige Rolle: der wirtschaftlich messbare Erfolg und die Beliebtheit der Marke bei den Konsumenten.
Die Initiatoren des Marketingpreises „Best Brands“ sind der Markenverband, das Marktforschungsunternehmen GfK, der TV-Vermarkter Pro Sieben Sat.1 Media, die Agenturgruppe Serviceplan, der Außenwerber Ströer sowie die zur Verlagsgruppe Handelsblatt gehörende Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ und die Wochenzeitung „Die Zeit“. Dieser Preis wird bereits seit 2004 verliehen und präsentiert die Gewinner in vier Kategorien: beste europäische Unternehmensmarke, beste Produktmarke, beste Wachstumsmarke und Wachstumsstärkste E-Commerce-Marke.
Beste europäische Unternehmensmarke

In der ersten Kategorie „Beste europäische Unternehmensmarke“ belegt BOSCH den dritten Platz. Bei dem Stuttgarter Unternehmen stiegen Gewinn und Umsatz kräftig an. Die Meinung der Markenexperten: „Bosch gelingt es besser als allen anderen analysierten Unternehmen, sowohl auf den emotionalen als auch auf den rationalen Facetten der Unternehmensreputation zu überzeugen.“

Auf Platz zwei befindet sich der Münchener Automobilhersteller BMW, der Zukunftsthemen wie beispielweise den elektrischen Antrieb oder das Car-Sharing präsentiert und damit auch eine neue Zielgruppe „Freude am Fahren“ anspricht. Außerdem zeigte BMW einen Werbespot des Elektroautos i3 während dem Endspiel des Super Bowl, das die Weltweit größte Werbebühne darstellt.

Den ersten Platz in dieser Kategorie belegt der Premiumautohersteller PORSCHE, der seinen Absatz im letzten Jahr um 34 Prozent steigern konnte. Dabei spielen die Modelle 911 und Macan eine sehr wichtige Rolle. Laut Markenexperten beweist Porsche durchgehend sehr hohe Unternehmensreputationswerte in den fünf für die Studie relevanten europäischen Ländern.
Beste Produktmarke

In der zweiten Kategorie „Beste Produktmarke“ findet sich der koreanische Hersteller SAMSUNG auf dem dritten Platz wieder. Auf dem Smartphone-Markt ist Samsung einem harten Kampf mit dem US-Konzern Apple ausgesetzt. Im Bereich TV, DVD und Blue-Ray belegt Samsung jedoch den dritten Platz in diesem Ranking und setzt sich gegen Unternehmen wie LG und Sony durch.

Auf dem zweiten Platz in dieser Kategorie befindet sich COCA-COLA. Der US-Konzern will mit der neuen Markenkampagne „Deine Coke. Dein Moment“ seine Kunden noch enger an sich binden. In diesem Zusammenhang werden immer neue Produktvariationen herausgebracht, wie beispielsweise die Submarke „Coca-Cola Life“, die mit Stevia gesüßt ist.

Den ersten Platz belegt die Beiersdorf-Marke NIVEA, die schon mehr als 100 Jahre auf dem Markt ist und seine Kunden nach wie vor begeistert. Das Erfolgsgeheimnis könnte die Neuerfindung im Laufe der Markengeschichte sein. Aus diesem Grund befindet sich Nivea bereits seit 2010 unter den Top 3 beim „Best Brands“ Marketingpreis.
Beste Wachstumsmarke

Hinsichtlich der dritten Kategorie „Beste Wachstumsmarke“ befindet sich SONY auf dem dritten Platz. Laut den Berechnungen des Marktforschungsunternehmens GfK ist Sony die einzige große Marke, die einen deutlichen Zuwachs in allen Kamerasegmenten verzeichnet. Nach zahlreichen Jahren der Umstrukturierung scheint Sony auf einem guten Weg, wieder dauerhaft profitabel zu sein.

Auf Platz zwei findet sich der schwedische Hersteller von mobilisierten Gartengeräten HUSQVARNA wieder. Dieses Unternehmen hat sowohl bei den Marktanteilen als auch bei der Markenattraktivität ein deutliches Wachstum hingelegt. Husqvarna gilt als Technologieführer für Mähroboter, die vielen Gartenbesitzern die Arbeit ersparen.

Auf Platz eins in dieser Kategorie befindet sich WMF, der Hersteller von Töpfen und Bestecken. Das Unternehmen gewinnt vor allem mit einer Kooperation mit dem Handelsunternehmen Rewe an Marktanteilen. Durch die Treuepunktaktion konnte WMF einen zusätzlichen Absatz von mehr als 600.000 Stück verzeichnen.
Wachstumsstärkste E-Commerce-Marke

In der vierten Kategorie „Wachstumsstärkste E-Commerce-Marke“, die auch als Sonderkategorie gilt, belegt die Parfümeriekette DOUGLAS den dritten Platz. Ursprünglich wurde das Unternehmen durch den stationären Handel populär, doch auch im modernen E-Commerce überzeugt die Parfümeriekette. Der europäische Parfümerie- und Kosmetik Markt gilt als sehr stark umkämpft. Aus diesem Grund möchte Douglas das Unternehmen in den kommenden Jahren umbauen und damit die Zentrale von Hagen nach Düsseldorf verlegen.

Auf dem Zweiten Platz befindet sich REWE, das ursprünglich aus dem klassischen Handelsbereich stammt und mittlerweile im E-Commerce starke Konkurrenten wie Zalando sogar überholt. Rewe bietet in 57 Städten einen Lieferservice von online bestellten Lebensmitteln an, die direkt zu dem Kunden nach Hause geliefert werden. Kunden können online und mobil durch iOS oder auch Android-Apps bequem und nutzerfreundlich alles Notwendige bestellen.

Den ersten Platz belegt der US-Konzern AMAZON, der sehr früh mit dem kostenlosen Lieferservice Kunden an sich binden konnte und mittlerweile mit Zustelldrohnen experimentiert. Aufgrund der hohen Reichweite, die kontinuierlich steigt, bleibt Amazon der unangefochtene Marktführer im E-Commerce. Laut Experten stellt das „Amazon Prime“ eine zentrale Content-Vermarktungsschnittstelle für die Zukunft dar.
